Fahrradfreundliches Brandenburg und Berlin: 8 großartige Radrouten [2026]
Brandenburg ist eine der grünsten und fahrradfreundlichsten Regionen Deutschlands. Seine Radwege führen oft durch Wälder, Wiesen, Seen und Naturschutzgebiete – weit abseits stark befahrener Straßen und städtischen Verkehrs. Das flache Gelände und die gut gepflegten Wege machen die Region ideal für Radfahrende aller Erfahrungsstufen – von Familien bis zu Fernradreisenden. Viele Strecken verlaufen entlang ehemaliger Bahntrassen oder Flussufer und bieten sowohl schöne Aussichten als auch ruhige Landschaften. In Kombination mit einer guten Beschilderung, fahrradfreundlichen Unterkünften und der bequemen Bahnanbindung ab dem zentral gelegenen Berlin ist Brandenburg wie geschaffen für entspannte und sichere Radtouren.
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Viele Besucher kommen für einen Tagesausflug von Berlin nach Brandenburg, doch die Region verdient deutlich mehr Zeit. Längere Routen führen durch ruhige Dörfer, historische Städte, vorbei an Schlössern und Industrieerbe sowie durch einige der schönsten Flusslandschaften Deutschlands. Selbst im Hochsommer findet man problemlos lange Abschnitte mit sehr wenig Verkehr und überraschend wenigen Radfahrern. Wer Natur, Weite und angenehmes Radfahren sucht, findet in Brandenburg eines der lohnendsten Reiseziele des Landes.
Die besten Radrouten in Brandenburg und Berlin:
- Havel-Radweg - Mecklenburgische Seenplatte, Havelland
- Tour Brandenburg - Brandenburg
- Berliner Mauerweg - Berlin
- Historische Stadtkerne - Brandenburg
- Oder-Spree-Tour - Seenland Oder-Spree
- Niederlausitzer Bergbautour - Lausitzer Seenland
- Uckermärkischer Radrundweg - Uckermark
- Oder-Neiße-Radweg - Ostdeutschland
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Alle Fotos: Simon Thread, Cycling Thread.
Havel-Radweg - Mecklenburgische Seenplatte, Havelland
Der Havel-Radweg führt durch den westlichen Teil Brandenburgs und folgt dem ruhigen, gewundenen Lauf der Havel. Er beginnt in der Mecklenburgischen Seenplatte und erstreckt sich über rund 370 Kilometer, vorbei an Brandenburg an der Havel und Potsdam. Die Route ist überwiegend flach, gut ausgeschildert und für Radfahrer aller Erfahrungsstufen geeignet. Lange Abschnitte verlaufen direkt am Wasser, häufig auf separaten Radwegen oder ruhigen Landstraßen. Dadurch eignet sich die Strecke besonders gut für eine entspannte mehrtägige Radreise.
Unterwegs erwartet Radfahrer eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur und Kultur. Die Route führt zu den UNESCO-geschützten Schlössern und Parks von Potsdam, durch die mittelalterliche Altstadt von Brandenburg an der Havel und durch mehrere kleine, reizvolle Orte am Fluss. Die Landschaft wird von Seen, Kanälen und weiten Wiesen geprägt, besonders im Naturpark Westhavelland, der für seine Vogelwelt und seinen außergewöhnlich dunklen Nachthimmel bekannt ist. Historische Schleusen, alte Brücken und Cafés am Wasser laden immer wieder zu Pausen ein. So verbindet die Route die ruhige Natur Brandenburgs mit einer vielfältigen Geschichte.
Mehr: Havel-Radweg - Mecklenburgische Seenplatte und Havelland (demnächst) 👇
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Tour Brandenburg - Brandenburg
Die Tour Brandenburg ist eine lange Rundroute für Radfahrer, die auf mehr als 1.100 Kilometern durch das gesamte Bundesland führt. Sie verbindet nahezu alle Regionen Brandenburgs, darunter die Uckermark und den Barnim im Norden, den Spreewald im Süden sowie Oder und Elbe im Osten und Westen. Ein großer Teil der Strecke verläuft auf separaten Radwegen oder ruhigen Landstraßen und eignet sich damit gut für längere Touren mit flexibler Etappenplanung. Dank guter Bahnverbindungen in vielen Orten kann die Route sowohl abschnittsweise als auch als komplette Runde gefahren werden.
Besonders attraktiv für Naturliebhaber sind die nördlichen und östlichen Abschnitte der Route. Radfahrer durchqueren die Uckermark und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Landschaften mit sanften Hügeln, ausgedehnten Wäldern und sauberen Seen. Die Route führt außerdem durch das Oderbruch nahe der polnischen Grenze mit seinen weiten Landschaften und historischen Dörfern. Ruhige Natur, wenig Verkehr und eine gute Radinfrastruktur machen diesen Teil der Tour Brandenburg zu einer ausgezeichneten Wahl für entspannte mehrtägige Radreisen.
Mehr: Tour Brandenburg - von Cottbus nach Eberswalde [DE]
Berliner Mauerweg - Berlin
Der Berliner Mauerweg ist eine 160 Kilometer lange Rundroute entlang der ehemaligen Grenze zwischen Ost- und West-Berlin. Sie führt Radfahrer durch eine Mischung aus städtischen Straßen, ruhigen Grünanlagen, Wäldern und Wegen entlang von Seen am Stadtrand. Dank überwiegend glatter Asphaltoberflächen und hervorragender Beschilderung ist die Route leicht zugänglich und auch für weniger erfahrene Radfahrer gut zu bewältigen. Durch den Rundkurs und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr Berlins lässt sich die Strecke problemlos auf zwei oder drei Tage verteilen, mit zahlreichen Möglichkeiten für Pausen, Besichtigungen und Übernachtungen.
Diese Route ist nicht nur landschaftlich interessant, sondern auch eine eindrucksvolle Reise durch die europäische Geschichte. Unterwegs passiert man erhaltene Wachtürme, Reste der Mauer, Gedenkstätten und Freiluftausstellungen, die von der einst geteilten Stadt erzählen. Gleichzeitig sorgen die lebendigen Berliner Viertel, Street Art und kulturelle Sehenswürdigkeiten für Abwechslung und Kontraste. So verbindet der Berliner Mauerweg Geschichte, urbanes Radfahren und grüne Rückzugsorte - und das alles in unmittelbarer Nähe zum Zentrum Berlins.
Mehr: Berliner Mauerweg - Berlin
Historische Stadtkerne - Brandenburg
Die Radrouten Historische Stadtkerne bilden mehrere Rundstrecken durch Brandenburg und verbinden historische Städte mit der ruhigen Landschaft ihrer Umgebung. Die Strecken führen durch gut erhaltene Altstädte mit Marktplätzen, Backsteinkirchen, Stadttoren und traditioneller Architektur und bieten unterwegs zahlreiche Möglichkeiten für Besichtigungen. Zwischen den Städten fahren Radfahrer durch Wälder, Felder und weitläufige Grünflächen, häufig in der Nähe von Seen und Flüssen. Überwiegend flaches Gelände und eine gute Radinfrastruktur machen die Routen sowohl für mehrtägige Touren als auch für kürzere Tagesausflüge angenehm.
Jede Rundroute erschließt einen anderen Teil Brandenburgs, sodass sich mehrere Strecken miteinander kombinieren oder kürzere Reisen mit Schwerpunkt auf einer bestimmten Gruppe historischer Städte planen lassen. Die Landschaft ist meist grün und ruhig, mit Wäldern, Seen und landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen kleinen Städten und Dörfern. Historische Stadtzentren bieten natürliche Zwischenstopps für Cafés, lokale Museen und architektonische Sehenswürdigkeiten, während die Abschnitte dazwischen meist entspannt und einfach zu fahren sind. Das dichte Netz regionaler Radrouten in Brandenburg eröffnet zudem zahlreiche Möglichkeiten, einzelne Etappen zu verlängern oder zu verändern.
Mehr: Historische Stadtkerne in Deutschland (demnächst) 👇
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Oder-Spree-Tour - Seenland Oder-Spree
Die Oder-Spree-Tour ist eine 278 Kilometer lange Rundroute im Osten Brandenburgs, die Frankfurt (Oder), Beeskow und Fürstenwalde miteinander verbindet. Sie folgt den ruhigen, landschaftlich reizvollen Wasserwegen zwischen Oder und Spree und verläuft dabei häufig entlang des Oder-Spree-Kanals und des historischen Friedrich-Wilhelm-Kanals. Die Route ist überwiegend flach und führt über gut gepflegte Radwege, Waldwege und ruhige Landstraßen. Dank guter Bahnverbindungen entlang der Strecke eignet sie sich hervorragend für eine entspannte viertägige Radreise durch eine der ruhigsten Regionen Brandenburgs.
Die Tour führt durch eine Mischung aus kulturellen und natürlichen Sehenswürdigkeiten und zeigt den ruhigen, grünen Charakter Brandenburgs. Zu den besonders sehenswerten Orten gehören das barocke Kloster in Neuzelle, die mittelalterlichen Straßen von Beeskow, der Kurort Bad Saarow und der ruhige Scharmützelsee. Lange Waldabschnitte, Wiesen und Seen prägen die Landschaft, besonders rund um den Naturpark Schlaubetal. Einladende Cafés, kleine Häfen und radfahrerfreundliche Unterkünfte sorgen unterwegs für angenehme Pausen und Übernachtungsmöglichkeiten.
Mehr: Oder-Spree-Tour - Seenland Oder-Spree
Niederlausitzer Bergbautour - Lausitzer Seenland
Die Niederlausitzer Bergbautour ist eine rund 500 Kilometer lange Radrunde im Süden Brandenburgs und führt durch eine Landschaft, die einst vom Braunkohleabbau geprägt war. Heute entsteht hier durch die Flutung ehemaliger Tagebaue das Lausitzer Seenland - Europas größte künstlich geschaffene Seenlandschaft. Die überwiegend flache Route verläuft auf einer Mischung aus eigenen Radwegen und ruhigen Landstraßen und verbindet Orte wie Cottbus, Senftenberg, Forst und Spremberg. Sie bietet eine besondere Möglichkeit, einen der ambitioniertesten Landschaftswandel Europas mit dem Fahrrad zu erleben.
Unterwegs erleben Radfahrer einen eindrucksvollen Kontrast zwischen Industrieerbe und wiederhergestellter Natur. Zu den Höhepunkten gehören riesige Bergbauanlagen wie die Förderbrücke F60, historische Kraftwerke und Besucherzentren, die sich mit der Energiegeschichte der Region beschäftigen. Die Route führt außerdem an klaren, künstlich entstandenen Seen, neuen Waldgebieten und landschaftlich reizvollen Feuchtgebieten mit einer reichen Vogelwelt vorbei. Mit weiten Ausblicken, kulturellen Zwischenstopps und einem wachsenden Angebot an radfahrerfreundlichen Dienstleistungen führt die Niederlausitzer Bergbautour durch eine Region, die sich bis heute grundlegend verändert.
Mehr: Niederlausitzer Bergbautour - Lausitzer Seenland
Uckermärkischer Radrundweg - Uckermark
Der Uckermärkische Radrundweg ist eine landschaftlich reizvolle Rundroute im nördlichsten Teil Brandenburgs und führt durch die ruhige und dünn besiedelte Uckermark. Auf rund 260 bis 300 Kilometern verbindet die Route Orte wie Prenzlau, Templin, Angermünde, Schwedt und Lychen. Sie verläuft überwiegend auf ruhigen Straßen und Radwegen, darunter auch Abschnitte auf ehemaligen Bahntrassen, und führt kurz durch Mecklenburg-Vorpommern, bevor sie nach Brandenburg zurückkehrt. Die sanft hügelige Landschaft und das geringe Verkehrsaufkommen machen sie ideal für eine entspannte mehrtägige Tour.
Ein großer Teil der Route führt durch geschützte Naturräume, darunter den Nationalpark Unteres Odertal und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Radfahrer kommen an Wäldern, Wiesen und klaren eiszeitlichen Seen vorbei und haben immer wieder Gelegenheit, Tiere wie Kraniche oder Rehe zu beobachten. Historische Orte entlang der Strecke bieten mittelalterliche Kirchen, Fachwerkhäuser und einladende Cafés. Die Verbindung aus abwechslungsreicher Natur und gut ausgebauter Radinfrastruktur macht den Uckermärkischen Radrundweg zu einer der weniger bekannten, aber besonders lohnenden Routen Brandenburgs für Radreisende.
Oder-Neiße-Radweg - Ostdeutschland
Der Oder-Neiße-Radweg ist die östlichste Radfernroute Deutschlands und führt auf rund 630 Kilometern von der tschechischen Grenze bis zur Ostseeinsel Usedom. In Brandenburg folgt er auf fast 300 Kilometern dem ruhigen Lauf von Neiße und Oder entlang der deutsch-polnischen Grenze. Die Route ist überwiegend flach und verläuft auf gut gepflegten Radwegen und Deichen, wodurch sie sich hervorragend für eine entspannte mehrtägige Reise durch ruhige, offene Landschaften eignet. Gute Beschilderung und Bahnanschlüsse in wichtigen Orten ermöglichen eine flexible Planung und kürzere Etappen.
Dieser Abschnitt der Route verbindet Natur und Kultur. Radfahrer durchqueren den Nationalpark Unteres Odertal, eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Deutschlands und einen wichtigen Lebensraum für Zugvögel. Zu den Höhepunkten gehören die historischen Städte Guben, Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Schwedt sowie das barocke Kloster Neuzelle und der zum UNESCO-Welterbe gehörende Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Flusslandschaften, wenig Verkehr und eine gute Radinfrastruktur machen den Oder-Neiße-Radweg zu einer der ruhigsten und lohnendsten Fernradrouten Brandenburgs.
Back to topHave a safe ride! 💚
Simon Thread
(Szymon Nitka)
I'm a passionate cycling traveler and the voice behind Cycling Thread. I explore Europe on two wheels, documenting the most scenic routes, inspiring places and cyclist-friendly practices. My writing blends personal experience with practical insights and a deep love of travel. I'm also a contributor to National Geographic Traveler magazine.


